Place of Hope

Das Kreuz ist ein bekanntes Symbol, das besonders unter Christen zu finden ist, sei es in Kirchen oder auch als Schmuckanhänger. In den Augen vieler Menschen ist das Kreuz heutzutage ein nettes Accessoire oder aber das düstere Zeichen auf dem Grabstein eines geliebten Menschen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Kreuz?

Das Kreuz – ein Folterinstrument

Im Alten Orient und in der Antike war das Kreuz eine verbreitete Hinrichtungsart. Es wurde als Folterinstrument genutzt, das den Verurteilten absichtlich langsam und grausam töten sollte. Die betreffende Person wurde an einen aufrechten Pfahl – mit oder ohne Querbalken – gefesselt oder genagelt. Meist dauerte es drei Tage, bis der Hingerichtete durch Ersticken, Kreislaufkollaps oder Herzversagen starb. Wollte man den Tod beschleunigen, brach man dem Gekreuzigten die Beine, sodass er zusammensackte und keine Luft mehr bekam. Öffentliche Kreuzigungen galten als besonders erniedrigend und sollten die Betrachter abschrecken.

Das Kreuz – die größte Müllkippe der Welt

In den Evangelien lesen wir von der Kreuzigung eines unschuldigen Mannes: Jesus Christus. Als Gotteslästerer beschimpft, wurde er brutal gegeißelt und auf dem Berg Golgatha ans Kreuz genagelt. Dabei handelte es sich um einen Ort, den die Bewohner Jerusalems als Müllkippe nutzten. Obwohl Er vollkommen sündlos war, wurde Jesus wie ein Verbrecher auf diesem Abfallberg hingerichtet, während sich das gaffende Volk um Ihn versammelte. Der Hass der Menschen, unbeschreibliche Schmerzen und Tod – doch die wahre Qual bleibt bis heute vielen verborgen.

„Um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme und sprach: Eloi, Eloi, lama sabachthani? Das heißt übersetzt: ‚Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?‘“ (Markus 15,34)

In der dunkelsten Stunde Seines Lebens war Jesus ganz allein. Sogar Sein eigener Vater verließ Ihn. Wie konnte Gott sich von Seinem eigenen Sohn abwenden, als dieser Ihn am allermeisten brauchte? Jesus wurde unschuldig gekreuzigt und der Vater schaute einfach weg?

„Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden“ (2. Korinther 5,21)

Am Kreuz geschah ein übernatürlicher Tausch. Jesus nahm all unsere Sünde auf sich. Stellen wir uns vor, wir würden unsere Schuld in einem riesigen Rucksack mit uns tragen. Die Last ist so schwer, dass sie uns erdrückt. Doch dann kommt Jesus und nimmt diesen Rucksack ab. Unsere ganze Schuld aus der Vergangenheit und Zukunft liegt auf der größten Müllkippe der Welt. Am Kreuz von Golgatha. Der Rucksack gehört nicht mehr zu uns. Wir sind frei.

Aufgrund Seiner Heiligkeit, konnte Gott den Anblick Seines eigenen Sohnes nicht ertragen. Er verließ Ihn und der Zorn Gottes, den wir verdient hätten, wurde auf Jesus ausgegossen. Die Last unserer Sünde und das Gericht lagen auf Ihm.
 

Das Kreuz – ein Ort der Hoffnung

Das Kreuz war kein Unfall. Es war Gottes Plan. Jesus erfüllte die Mission: „Es ist vollbracht!“ (Johannes 19,30). Er starb am Kreuz, doch Er blieb nicht im Grab. Er besiegte die Sünde und den Tod – darum feiern wir Ostern. Deshalb hat das Kreuz eine so kostbare Bedeutung für die Christen. Denn alle, die an Jesus Christus glauben und eine persönliche Beziehung zu Ihm haben, werden nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben. Das ist das Evangelium. Das ist Hoffnung.

Love,
Joy

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