Hast du Gnade falsch verstanden?
Was ist Gnade? Ich glaube, als Christen können wir in zwei Extreme fallen. Entweder fokussieren wir uns so sehr auf unser Versagen, dass wir uns gar nicht richtig über das Evangelium freuen. Wir fragen uns, ob wir auch genug Buße getan haben und ob Gott uns wirklich vergeben hat. Oder aber wir nehmen die Schwere unserer Sünde gar nicht mehr richtig wahr, weil wir uns schnell mit dem Gedanken beruhigen, dass Jesus doch sowieso dafür gestorben sei. Wir werden unvorsichtig und gehen Kompromisse ein. Beides ist ein falsches Verständnis der Gnade. In diesem Post widme ich mich dem zweiten Extrem.
Gestern Abend stieß ich auf einen Beitrag von Aiden Truman, den ich so stark fand, das ich mich inspirieren ließ und einen Post auf Church Girl teilen „musste“ 🙂 Eine wichtige Erinnerung an mich selbst – vielleicht auch an dich:
Jesus starb nicht, damit du dich in deiner Sünde wohlfühlen.
Er starb, um dich von ihr zu befreien.
Die Frage war nie, wie weit du mit deiner Sünde gehen und trotzdem Jesus nachfolgen kannst.
Die Frage ist: Wie viel bist du bereit, Ihm hinzugeben, um Ihm wirklich nachzufolgen?
Gnade ist keine Erlaubnis, in den Sünden zu verharren, von denen Jesus uns durch Seinen Tod befreit hat.
Gnade bedeutet, dass wir nicht das bekommen, was wir verdienen: den ewigen Tod.
Sondern das, was wir uns niemals verdienen könnten: das ewige Leben.
„Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!“ (Römer 6,15)
Love,
Mirjana Joy