Eine neblige Zukunft?

Es ist viel zu lange her, dass ich einen Artikel für meinen Blog geschrieben habe. In den vergangenen Monaten ist sehr viel in meinem Leben passiert und ich war, insbesondere aufgrund meines Studiums, sehr eingespannt. Nun stehe ich kurz vor meinem Bachelorabschluss. Ich bin Gott von Herzen dankbar für all das, was Er bisher getan hat. Wenn ich an all die Stürme zurückdenke, die wir als Familie in den vergangenen Jahren durchlebten, ist es wirklich ein Wunder, dass ich nun bald als Bachelorette die Uni verlassen werde. Sooft fühlte ich mich am Ende meiner Kräfte, doch Jesus ließ mich nicht los. Seine Gnade ist so kostbar!

Nun sollte ich doch eigentlich super glücklich sein: Eine junge Frau am Ende ihrer Ausbildung startet in das „richtige“ Leben. Einerseits bin ich das auch. Aber auf der anderen Seiten muss ich ehrlich sagen, dass mir nicht allzu sehr nach Freudentänzen zu Mute ist, sondern dass mir meine Zukunft manchmal eher wie ein dichter Nebel erscheint. Ein Nebel, der all das verschleiert, was vor mir liegt. Ein Nebel der Ungewissheit. Als ich mich für meinen Studiengang entschied, hatte ich Vorstellungen und Wünsche. Mein Herz schlug schon von klein auf für das Schreiben, doch der Zeitpunkt, an dem ich ernsthaft darüber nachdenken musste, was ich mit meinem Leben anfangen wollte, schien noch weit entfernt. „Journalismus ist so ein ungewisses Feld! So viele wollen im Bereich Medien arbeiten. Du brauchst einen sicheren Job!“, wurde ich schon während meiner Schulzeit gewarnt. Ich versuchte tatsächlich mich für andere Berufe zu begeistern, doch es gelang mir nicht. Immer wieder spürte ich den Wunsch, zu schreiben und auch meine Liebe zur englischen Sprache wurde immer offensichtlicher. Meine Studienfächer (Amerikanistik & Germanistik) passten somit perfekt zu meinen Interessen. Doch nun stehe ich an dem Punkt, an dem mir nur allzu bewusst wird, dass ich zwar verschiedene berufliche Träume habe, aber keine dieser Ideen mir einen sicheren Arbeitsplatz garantieren wird. Es ist Zeit für einen Sprung ins…Ungewisse?

Wäre es nicht schön, wenn es eine Tür in unsere Zukunft gäbe und wir wenigstens schon einen kleinen Blick durch das Schlüsselloch werfen könnten? Wir müssen ja noch nicht alle Details kennen, aber ein paar Basic-Infos wären doch ganz hilfreich, bis wir den Schlüssel in der Hand halten, der uns schließlich den uneingeschränkten Zugang gewährt.
Moment! Was offenbaren diese Gedanken über mein Herz?  Ich sehne mich nach Kontrolle. Ich wünsche mir, selbst das Steuerrad in der Hand zu halten, anstatt mich vollkommen in die Arme meines himmlischen Vaters fallen zu lassen und Ihm zu vertrauen.
Für mich ist meine Zukunft vielleicht ungewiss. Doch es gibt einen, der bereits ganz genau weiß, was auf mich wartet. Einer, der niemals im Nebel steht, sondern immer und überall den Durchblick hat: JESUS. Er ist der Autor unseres Lebens. Der allmächtige Gott schrieb deine und meine Geschichte – und weißt du was? Diese Geschichte hat ein Happy End! Ist das nicht ein riesengroßer Trost?

Anstatt nach imaginären Schlüssellöchern zu suchen, sollten wir all unsere Gedanken, Sorgen, Wünsche und Hoffnungen vor den Thron Gottes bringen und Ihn um Führung bitten. Dabei sollten wir uns nicht die Frage stellen, was wir mit unserem Leben anfangen wollen, sondern Gott fragen, was Er mit uns vor hat.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich meine damit nicht, dass wir beten und dann Löcher in die Luft starren und darauf warten sollen, dass Gott uns schon lenken und einen Schulabschluss, den richtigen Arbeitsplatz, den richtigen Mann/die richtige Frau, … schenken wird. Wir haben Verantwortung! Setze einen Fuß vor den anderen. Gehe step by step den Weg, den Gott dich führt. Das bedeutet für mich, dass ich mich über Berufsmöglichkeiten informieren und bewerben muss – während ich immer wieder mit Jesus darüber spreche und Ihn bitte, mir Klarheit und Weisheit zu schenken. Vielleicht beschäftigt dich gerade nicht allzu sehr deine berufliche Situation. Möglicherweise machst du dir Gedanken um deine Familie, deine Freunde, deine Gesundheit oder auch, ob und wen du heiraten wirst. Welche Maßnahmen musst du vielleicht ergreifen, um Gott gehorsam zu sein und dich führen zu lassen?

Seine Pläne sind perfekt. Wir hören das vielleicht oft oder sagen es selbst, um andere zu ermutigen, aber glauben wir auch daran? Sind wir bereit, alles für Jesus zu geben und Ihm auf dem Weg zu folgen, den Er für uns vorbereitet hat?

„Denn was wir sind, ist Gottes Werk; er hat uns durch Jesus Christus dazu geschaffen, das zu tun, was gut und richtig ist. Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen.“ (Epheser 2,10)

Gottes Segen,
Joy

2 Gedanken zu „Eine neblige Zukunft?

  1. Bettina sagt:

    Liebe Joy,

    im letzten halben Jahr hat mich genau dieses Thema beschäftigt. Ich kann nur bestätigen, das ich step by step mit Gott gegangen bin (und gehe) und es haben sich für mich Türen aufgetan, an die ich in meinen Wünschen für mein Leben, niemals gedacht hätte oder in Erwägung gezogen habe. Für mich ist es so, als ginge Gott mir in einer Wolke vorher. Ich habe auch festgestellt, wenn sich in mir oder meinen Gedanken etwas regt was ich absolut ablehne, kommt Gottes Wille doch immer wieder durch. Er arbeitet an Deinem Herzen bis Du sagst: ja toll, diesen Weg, Beruf o.ä. finde ich gut für mich und Du fängst an zu lieben was Du vorher abgelehnt hast. Das sind meine Erfahrungen, muss nicht für jeden gleich sein.

    In diesem Sinne, Preis den Herrn denn er weiß genau wo er Dich einsetzen wird. Bleib geduldig und lass Dich von seinem genialen Plan für Dich überraschen. Es bleibt spannend.

    Love, Deine Schwester Bettina

    Gruß an die Familie 😘

    • Joy sagt:

      Liebe Bettina,

      vielen Dank für deine lieben Worte! Es ist so ermutigend zu hören, wie Jesus in den vergangenen Monaten in deinem Leben gewirkt hat. Wir haben einen großen Gott. Ich bin gespannt, was Er vor hat. Möge Jesus dich segnen, du Liebe :* Love!

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