Auf die Gnade kommt es an

Ein weiterer stressiger Tag neigte sich dem Ende entgegen. In nur wenigen Stunden würde mein Wecker wieder klingeln. Ein neuer Tag. Neue Herausforderungen. Meine Bibel lag unangetastet auf meinem Schreibtisch. Der bloße Anblick versetzte mein Gewissen in Unruhe. „Wenigstens habe ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit den Tagesvers in meiner Bibelapp gelesen“, versuchte ich mich selbst zu beschwichtigen. „Und gestern habe ich mir eine Predigt angehört.“ Schnell sprach ich ein kurzes Gebet, dann kuschelte ich mich in meine Bettdecke. Die Müdigkeit überkam mich, doch das interessierte mein Gewissen herzlich wenig: „Du nennst dich Christ?“, klagte es mich an. „Jesus gab Sein Leben für dich und du schaffst es nicht, jeden Tag intensiv Stille Zeit zu machen? Denkst du wirklich, dass deine Ausreden ziehen? So viele andere Christen auf der Welt arbeiten auch Vollzeit und machen sogar Überstunden, aber sie sind trotzdem in der Lage, Zeit mit Gott zu verbringen. Dein Glaube kann gar nicht echt sein!“
Die Zweifel prasselten auf mich ein. Plötzlich schien alles klar: Ich war gar nicht Gottes Kind. Immer wieder hatte ich versagt. Warum sollte Gott sich für mich interessieren, geschweige denn lieben? Würde ich jetzt sterben, gäbe es sicher keine Hoffnung für mich. Ich war verloren. Panik stieg in mir auf. Weiterlesen

Jesus kam nicht, um dir Brot zu geben, sondern um dein Brot zu sein

„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens.“ ~ Johannes 6, 35

Jesus ist das Brot des Lebens. Diese Worte aus dem Johannesevangelium hat vermutlich jeder von uns schon einmal gehört.  Aber was bedeuten sie für uns?

Wie oft habe ich Gebetslisten geschrieben und all meine Wünschen und Hoffnungen vor Gott gebracht. Ich wusste, dass nur Er meine tiefsten Träume erfüllen, Heilung schenken, Tränen trocknen und mir wahren Schutz geben konnte. Deshalb betete ich.

Das klingt vielleicht sehr geistlich. Immerhin zeigt es doch mein Vertrauen und mein Bewusstsein über meine Abhängigkeit Gott gegenüber, oder? Vielleicht schon, vielleicht verbirgt sich aber noch etwas anderes dahinter.

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