Danken lernen von Maria

Maria, die Mutter Jesu, ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Frauen in der Geschichte. Sie wird bis heute von vielen Menschen verehrt und angebetet. Dabei wäre sie wohl zutiefst erschüttert, wenn sie davon wüsste. Die Bibel stellt uns Maria als eine sehr demütige Frau vor, die in der ärmlichen Gegend Nazareth wohnte. In seinem Buch “Zwölf außergewöhnliche Frauen“ schreibt John Mac Arthur, dass sie vermutlich viel Schweres durchgemacht hatte. In Johannes 1,46 heißt es sogar, dass nichts Gutes aus Nazareth kommen könne. Doch genau diesen Ort suchte Gott sich aus, um Seine Verheißung zu erfüllen.

Die Ankündigung, die Marias Leben veränderte

Stellen wir uns die Szene aus dem Lukasevangelium vor: Maria befand sich vielleicht mitten bei der Arbeit in ihrem Haus. Sie hatte jeden Tag alle Hände voll zu tun, um überleben zu können. Vielleicht war sie auch gerade in Gedanken an ihre bevorstehende Hochzeit mit Josef versunken. Plötzlich vernahm sie hinter sich ein Geräusch. War das die Tür? Maria hatte sogleich einen fröhlichen Gruß auf den Lippen. Wahrscheinlich kam ihre Schwester nach Hause und würde ihr jeden Augenblick von dem neuesten Tratsch aus Nazareth berichten. Weiterlesen

Thankfulness-Challenge

„Dankt dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währt ewig.“ ~ 1.Chronik 16,34

Vielleicht geht es euch ähnlich, wie mir: Wenn ihr auf das Jahr 2017 zurückblickt, seht ihr vieles, das euch Tränen, Kraft und Schmerzen gekostet hat. Möglicherweise erinnert ihr euch an Momente, in denen ihr verletzt wurdet oder selbst andere verletzt habt. Am liebsten würdet ihr in eine Zeitmaschine steigen und so manches ungeschehen machen. Oder ihr denkt an Augenblicke, in denen ihr vor Angst kaum klar denken konntet. Schwere Umstände rissen euch den Boden unter den Füßen weg und euer größter Wunsch ist es, dass dieses Jahr endlich zu Ende geht. Ich kenne diese Gefühle sehr gut. Aber ich fürchte, dass wir Menschen oft viel zu sehr auf die Wellen schauen, die bedrohlich auf uns zukommen, anstatt auf Jesus. Schnell vergessen wir all den Segen, den Er uns schenkt und all die Wunder, die Er tut.

In dieser Adventszeit möchte ich eine Thankfulness-Challenge starten. Jeden Tag werde ich mich bewusst an die Dinge erinnern, die Gott 2017 in meinem Leben getan hat. Lasst uns mit einem hoffnungsvollen Herzen dieses Jahr beenden und uns über Gottes unendlich große Gnade freuen. Es gibt sooo viel Grund, dankbar zu sein!

Who wants to join me?

Love,
Joy

Auf die Gnade kommt es an

Ein weiterer stressiger Tag neigte sich dem Ende entgegen. In nur wenigen Stunden würde mein Wecker wieder klingeln. Ein neuer Tag. Neue Herausforderungen. Meine Bibel lag unangetastet auf meinem Schreibtisch. Der bloße Anblick versetzte mein Gewissen in Unruhe. „Wenigstens habe ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit den Tagesvers in meiner Bibelapp gelesen“, versuchte ich mich selbst zu beschwichtigen. „Und gestern habe ich mir eine Predigt angehört.“ Schnell sprach ich ein kurzes Gebet, dann kuschelte ich mich in meine Bettdecke. Die Müdigkeit überkam mich, doch das interessierte mein Gewissen herzlich wenig: „Du nennst dich Christ?“, klagte es mich an. „Jesus gab Sein Leben für dich und du schaffst es nicht, jeden Tag intensiv Stille Zeit zu machen? Denkst du wirklich, dass deine Ausreden ziehen? So viele andere Christen auf der Welt arbeiten auch Vollzeit und machen sogar Überstunden, aber sie sind trotzdem in der Lage, Zeit mit Gott zu verbringen. Dein Glaube kann gar nicht echt sein!“
Die Zweifel prasselten auf mich ein. Plötzlich schien alles klar: Ich war gar nicht Gottes Kind. Immer wieder hatte ich versagt. Warum sollte Gott sich für mich interessieren, geschweige denn lieben? Würde ich jetzt sterben, gäbe es sicher keine Hoffnung für mich. Ich war verloren. Panik stieg in mir auf. Weiterlesen